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Olaf Tauras

von der CDU unterstützt

Tobias Bergmann

SPD

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Memet Celik

parteilos

Sven Radestock

Bündnis 90 - Die Grünen

Olaf Tauras

„Was sind Ihre wichtigsten Ziele?
Weshalb sollten gerade Sie Bürgermeister*in werden?“

Ich habe folgende Hauptziele:
• Neumünsters Innenstadt sicher für die Zukunft machen
• Den Wirtschaftsstandort sicher in die Zukunft führen
• Mit Klimaschutz sicher in die Zukunft
• Bürgerschaftlichen Engagement sicher für die Zukunft machen
• Verwaltung sicher für die Zukunft machen
• Städtische Finanzen sicher für die Zukunft machen
• Bildung, Mobilität und Wohnraum sicher für die Zukunft machen
• Gemeinsam mit dem Umland sicher in die Zukunft
Ich möchte erneut Oberbürgermeister werden, da ich in den letzten Jahren
bewiesen habe, dass ich diese Aufgabe sehr gut erledige.

 

„Was ist Ihr Ziel für Neumünster? In drei Schlagwörtern.
Nennen Sie einen Punkt, der schon viel zu lange aufgeschoben wird und mit Ihnen vorangebracht werden soll.“

 

Ich möchte, dass Neumünster auch in Zukunft eine Stadt ist, in der man Arbeiten
und Leben gut miteinander verbinden kann und der wichtige Zukunftsaufgaben wie
etwa Klimaschutz und Verkehrswende bestmöglich gemeinsam bewältigt werden.

„Wie wollen Sie NMS ansprechender machen, da Neumünster angeblich in den Top 5 der hässlichsten Städte ist?“

 

Ich halte die Aussage, dass Neumünster hässlich ist, für grundfalsch. Die
Außenwahrnehmung der Stadt ist eine deutlich positivere. Es sind vor allem viele
Neumünsteranerinnen und Neumünsteraner, die ihre Stadt selbst schlecht reden.
Diese negative Selbstdarstellung muss endlich aufhören. Neumünster ist eine
großartige Stadt, die viel Positives zu bieten hat. Dieses Positive müssen wir nach
vorne stellen und gleichzeitig an den Dingen, die verbesserungswürdig sind,
arbeiten.

„Meine Frage wäre, ob es ein Konzept gibt, um die Stadt wieder etwas beliebter zu machen? In der Innenstadt gibt es kaum Läden wo man vernünftig einkaufen kann und gerne einkaufen möchte. Ich finde die Stadt sieht nicht so schön aus und hat wenig an Angebotsvielfalt. Auch in der Holsten-Galerie ziehen viele Läden aus und es kommen ,,Billig-Läden", welche ihre Produkte verkaufen wollen. Die Angebote werden immer weniger attraktiv und ich shoppe dann lieber im Internet. Ich würde mich sehr freuen,
wenn man dieses Thema aufgreifen könnte und dort eventuell eine gute Lösung finden würde. Mit Freundlichen Grüßen Hanna.“

Es ist schwer und wäre auch nicht richtig, als Stadt in die Marktwirtschaft
einzugreifen. Die Angebotsvielfalt muss der Handel schon selbst schaffen. Als Stadt
können wir gute Rahmenbedingungen schaffen (z.B. Platzgestaltung,
Aufenthaltsqualität, Sicherheit) und damit gute Voraussetzungen für
Einzelhandelsansiedlungen schaffen, die wir dann als Stadt möglichst gut begleiten.
Aber auch als Kundin oder Kunde kann man zu einem guten Einzelhandelsmix
beitragen, indem man den lokalen Einzelhandel durch sein Einkaufsverhalten
stärkt, also mehr vor Ort und weniger im Online-Handel kauft.

„Wie kann man das Schulmanagement in Neumünster verbessern? Im Hinblick auf die Digitalisierung, weil es auch Ungleichheiten zwischen den Schulen gibt, und es oft nicht nur am Geld sondern an der Umsetzung liegt.“

Wir haben als Stadt ein sehr gutes Konzept für die Digitalisierung der Schulen
entwickelt, das jetzt schrittweise umgesetzt wird. Das braucht natürlich ein bisschen
Zeit, geht aber gut voran. Natürlich ist in einem gewissen Rahmen jede Schule für
die eigene Umsetzung zuständig. Es gibt also auch Unterschiede. Die sind aber
ausdrücklich gewünscht.

„Was halten sie von kostenlosem gesunden Mittagessen für alle
Schüler*innen?“

Es gibt bereits eine Förderung von Mittagsverpflegung für Kinder und Jugendliche
aus finanzschwachen Familien (Bildung und Teilhabe). Dieses sollten wir
weiterführen. Das Angebot an gesundem Essen wurde in den letzten Jahren
deutlich verbessert, es bleibt aber noch einiges zu tun.


„Wie soll in Zukunft die Infrastruktur der Stadt aussehen? Wie soll es mit den Radwegen weiter gehen?“

 


Wir arbeiten derzeit an einem Mobilitätskonzept, das allen Verkehrsarten
(Fußgänger, Radfahrer und motorisierter Verkehr) gerecht werden muss. Zu den
vordringlichen Maßnahmen muss aus meiner Sicht auch die Sanierung und der
Ausbau der Radwege gehören.


„Was haben sie geplant zu den Themen Nachhaltigkeit und Umwelt?“


Wir haben ein sehr gutes Klimaschutzkonzept auf den Weg gebracht, mit dem wir
bis 2035 zur Klimaneutralität kommen wollen. Wichtige Themen sind dabei
Gebäudesanierung, Energieversorgung und Mobilität. Das Konzept wird regelmäßig
auf den aktuellen Stand gebracht.


„Worauf dürfen sich Jugendliche freuen, wenn Sie Oberbürgermeister werden?“


Zum Beispiel auf eine Hochschule, für die ich mich intensiv einsetze.


„Werden Sie die Kinder und Jugendlichen hören?
Wie werden Sie auf die Fridays for Future Demos und Forderungen
reagieren?“


• Ja, genauso wie ich auf die Wünsche und Bedürfnisse anderer
Bevölkerungsgruppen höre. Ich bin froh, dass sich ein Kinder- und Jugendbeirat
etabliert hat, so dass die Stimme der jungen Generation nun auch formell Gehör
findet.
• Ich habe großen Respekt vor der Fridays for Future-Bewegung die dafür gesorgt
hat, dass die Themen Klima und Nachhaltigkeit stärker ins öffentliche Bewusstsein
gekommen sind. Sie hat auch bei mir dafür gesorgt, dass die Themen einen großen
Stellenwert auf meiner persönlichen Agenda bekommen haben.


„Was ist Ihre persönliche Meinung bezüglich der Cannabislegalisierung?“


Ich stehe dem Thema grundsätzlich offen gegenüber, auch wenn ich die Bedenken
auch aus meiner Partei, der CDU, kenne, die befürchtet, dass Cannabis eine
Einstiegsdroge sein könnte. Wichtig ist für mich eine offensive gesellschaftliche
Debatte, verbunden mit offensiver Aufklärungspolitik, über einen verantwortlichen
Umgang mit allen Genussmitteln und Drogen.


„Welche Wege sehen Sie, zusätzlich zur Hochschulanbindung, um gut
gebildete Menschen mit Zukunftsplänen in die Stadt zu locken oder sie hier zu halten?“


Neben einer Hochschulanbindung ist für mich insbesondere ein guter Arbeitsmarkt
mit vielen guten und innovativen Arbeitsangeboten wichtig. Ebenso bedeutsam sind
natürlich andere Rahmenbedingungen wie etwa guter und bezahlbarer Wohnraum
sowie für spätere Lebensphasen gute Bedingungen für Familien wie etwa ein
bestmögliches Angebot an Kitas und Schulen.


"Wie wirst du dich für mehr Gleichberechtigung einsetzen? Insbesondere bei den Themen Feminismus, gesellschaftliche Teilhabe und Vielfalt.“


Ich unterstütze schon heute die gute Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten und
werde dies auch weiter tun. Ich kämpfe für eine Gesellschaft, in der Menschen
unabhängig von ihrer kulturellen Herkunft, ihrer Hautfarbe oder ihrer sexuellen
Orientierung gut in Neumünster zusammen leben können.


Welche Maßnahmen planen Sie, um die Kriminalität in unserer Stadt zu bekämpfen, die große Teile der Innenstadt nachts zu No-Go-Areas verwandelt hat?“


Neumünster ist nicht unsicherer als andere Städte, aber es gibt tatsächlich einige
wenige Bereiche in der Innenstadt, die von vielen Menschen abends und nachts
gemieden werden. Die Polizei hat die Präsenz in diesen Bereichen schon verstärkt
und wir haben als Stadt dafür gesorgt, dass es Streetworker gibt, die präventiv
arbeiten sollen. Das subjektive Gefühl der Unsicherheit bleibt aber. Deshalb möchte
ich in diesen Bereichen für mehr Beleuchtung sorgen und auch darüber hinaus an
der Gestaltung der Parks arbeiten. Wenn es darüber hinaus gelingt, die Innenstadt
wieder attraktiver zu machen und für mehr Außengastronomie zu sorgen, dann
werden die unattraktiven Bereiche bald der Vergangenheit angehören.


„Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien vor?“


Als Oberbürgermeister bin ich in erster Linie nicht den Parteien, sondern den
Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet. Natürlich benötige ich Mehrheiten in der
Ratsversammlung für meine Politik. Die verschiedenen Themen werde ich mit den
Parteien ausloten und Kompromisse ausarbeiten. Nur gemeinsam können wir die
Stadt entwickeln.


„Wie wollen Sie als Oberbürgermeister den Sport in der Stadt mit konkreten Maßnahmen unterstützen?“


Wir haben einen guten Sportentwicklungsplan, der allerdings schon einige Jahre alt
ist. In dieser Zeit hat sich der Sport und dabei insbesondere der Vereinssport rasant
verändert. Nicht erst Corona hat uns gezeigt, dass sich Menschen heute teilweise
anders ehrenamtlich engagieren. Deshalb möchte ich den Plan gemeinsam mit
allen Akteuren überarbeiten und neue Ziele finden und Maßnahmen zur
Problemlösung entwickeln. Die Stärke der Stadt liegt im Breitensport, wir müssen
aber auch Spitzensport entwickeln. Eine wichtige Rahmenbedingung der Zukunft ist
eine neue KSV-Halle.

 

TObias Bergmann

„Was sind Ihre wichtigsten Ziele?
Weshalb sollten gerade Sie Bürgermeister*in werden?“

 

Als Oberbürgermeister bin ich in erster Linie "Chef" der Verwaltung.
Mein wichtigstes Ziel und meine wichtigste Aufgabe ist es deshalb, eine leistungsfähige, transparente und bürger*innenfreundliche Verwaltung sicherzustellen, die ein guter Arbeitgeber ist.
Ich sollte Oberbürgermeister werden, weil ich Kompetenz und Leidenschaft für diese Aufgabe mitbringe

 

„Was ist Ihr Ziel für Neumünster? In drei Schlagwörtern.
Nennen Sie einen Punkt, der schon viel zu lange aufgeschoben wird und mit Ihnen vorangebracht werden soll.“

 

Ganz Neumünster (im) Blick
Neumünster hat an vielen Stellen einen Modernisierungsstau (Sanierung der Schulen, Digitalisierung, Großflecken, Ausbau Fahrradverkehr, Klimaschutz) - diesen Sanierungsstau will ich aufheben.

„Wie wollen Sie NMS ansprechender machen, da Neumünster angeblich in den Top 5 der hässlichsten Städte ist?“

 

"Politik beginnt mit der Betrachtung der Wirklichkeit" - Neumünster ist sicher nicht in den Top 5  _
der hässlichsten Städte. Aber es gibt "hässliche" Orte: zum Beispiel den Bahnhof oder den zu einem Parkplatz
verkommenen Ruthenberger Markt.
Diese Orte müssen wir gemeinsam wieder lebenswert machen. Als Oberbürgermeister
übernehme ich dafür die Federführung.

„Meine Frage wäre, ob es ein Konzept gibt, um die Stadt wieder etwas beliebter zu machen? In der Innenstadt gibt es kaum Läden wo man vernünftig einkaufen kann und gerne einkaufen möchte. Ich finde die Stadt sieht nicht so schön aus und hat wenig an Angebotsvielfalt. Auch in der Holsten-Galerie ziehen viele Läden aus und es kommen ,,Billig-Läden", welche ihre Produkte verkaufen wollen. Die Angebote werden immer weniger attraktiv und ich shoppe dann lieber im Internet. Ich würde mich sehr freuen,
wenn man dieses Thema aufgreifen könnte und dort eventuell eine gute Lösung finden würde. Mit Freundlichen Grüßen Hanna.“

Liebe Hanna, wir werden auch weiterhin im Internet shoppen, unser Konsumverhalten hat sich geändert. Das bedeutet aber nicht, dass wir vor der Entwicklung der Innenstadt
kapitulieren müssen. Wir können z.B. den Online-Handel und die Geschäfte vor Ort stärker verknüpfen (www.onlineflecken.de). Außerdem müssen die Gewerbemieten günstiger werden.
Aber die Innenstadt ist mehr als nur die Shoppingmeile der Stadt. Wir müssen Wohnen,
Arbeiten und Leben (und Leben ist mehr als Shopping) dort verbinden und  die Innenstadt neu erfinden.

„Wie kann man das Schulmanagement in Neumünster verbessern? Im Hinblick auf die Digitalisierung, weil es auch Ungleichheiten zwischen den Schulen gibt, und es oft nicht nur am Geld sondern an der Umsetzung liegt.“

Digitale Infrastruktur wie WLan muss in den Schulen genauso selbstverständlich sein, wie Strom und fließend Wasser. Ohne Digitalität gibt es keine moderne Pädagogik.
Die Modernisierung der Schulen darf deshalb nicht auf die lange Bank geschoben werden,
sondern wir müssen diese mit einer leistungsfähigen Bauverwaltung und Partnern wie z.B. den Stadtwerken
Neumünster (SWN) angehen.
Außerdem brauchen die Schulen dann auch "digitale Hausmeister".

„Was halten sie von kostenlosem gesunden Mittagessen für alle
Schüler*innen?“

 

Niemand darf hungrig in der Schule sitzen. Deshalb sollte es ein kostenloses gesundes Mittagessen in den Grundschulen geben.
Auch bei den weiterführenden Schulen brauchen wir Angebote, die sich alle leisten können. Und selbstverständlich sollte das Mittagessen auch lecker und möglichst regional sein.

.


„Wie soll in Zukunft die Infrastruktur der Stadt aussehen? Wie soll es mit den Radwegen weiter gehen?“

Meine Vision von Neumünster ist die 15-Minuten-Stadt:
Alles was ich zum täglichen Leben brauche, sollte von allen in 15 Minuten zu erreichen sein. Auch von denjenigen, die kein Auto besitzen. Mobilität muss CO2 neutral werden.
Die Situation für Fahrradfahrer*innen ist an vielen Stellen höchst gefährlich - wir dürfen
mit mutigen Entscheidungen nicht warten, bis etwas Schlimmes passiert.


„Was haben sie geplant zu den Themen Nachhaltigkeit und Umwelt?“


Neumünster muss bis 2035 klimaneutral werden. Seit diesem Beschluss des Rates
vor fast zwei Jahren, haben wir kostbare Zeit verstreichen lassen. Es reicht nicht Beschlüsse
zu fassen, sondern wir müssen ambitionierte Maßnahmen umsetzen. Dazu brauchen wir einen
Klimaschutzplan, den ich mit den Neumünsteraner*innen und Expert*innen entwickeln und vereinbaren will.


„Worauf dürfen sich Jugendliche freuen, wenn Sie Oberbürgermeister werden?“

 

Auf einen Oberbürgermeister, der mit und für Euch das neue Neumünster schafft.
... und natürlich auch auf eine Klosterinsel auf der sich im Sommer alle Neumünsteraner*innen gerne treffen!


„Werden Sie die Kinder und Jugendlichen hören?
Wie werden Sie auf die Fridays for Future Demos und Forderungen
reagieren?“

 

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist keine Raketenwissenschaft. Man muss sie nur ernst nehmen, und das werde ich machen.
Fridays for Future werde ich ins Rathaus einladen und mit ihnen über ihre Forderungen diskutieren.


„Was ist Ihre persönliche Meinung bezüglich der Cannabislegalisierung?“


Cannabis muss entkriminalisiert werde. Deshalb bin ich für eine kontrollierte Abgabe
von Cannabis. Sollte dazu die künfige Bundesregierung Modellprojekte starten, würde ich eine Bewerbung von Neumünster unterstützen.


„Welche Wege sehen Sie, zusätzlich zur Hochschulanbindung, um gut
gebildete Menschen mit Zukunftsplänen in die Stadt zu locken oder sie hier zu halten?“


Wie brauchen einen Strategiewechsel in der Wirtschaftsförderung.
Nicht mehr Ansiedlungspolitik sollte im Mittelpunkt stehen, sondern Existenzgründung und die Schaffung von "guten Arbeitsplätzen".
Dazu gehört auch ein flächendeckendes Netz von Co-Working-Spaces.


"Wie wirst du dich für mehr Gleichberechtigung einsetzen? Insbesondere bei den Themen Feminismus, gesellschaftliche Teilhabe und Vielfalt.“


Ich bin Feminist und unterstütze vorbehaltlos das Forum der Vielfalt.
Da, egal wer die OB-Wahl gewinnt, der Verwaltungsvorstand weiterhin aus "mittelalten Männern" bestehen wird, werde ich mich natürlich auch bei diesem Gremium für Diversität einsetzen.


Welche Maßnahmen planen Sie, um die Kriminalität in unserer Stadt zu bekämpfen, die große Teile der Innenstadt nachts zu No-Go-Areas verwandelt hat?“

Als "No-Go-Area" würde ich die Innenstadt nicht bezeichnen, aber es gibt Hotspots, wo man sich objektiv oder subjektiv unsicher fühlt.
Um das zu lösen, müssen verschiedene Maßnahmen ineinander greifen: Sicherheit durch
Polizei und Ordnungsdienst, Stadtentwicklung durch architektonische Verhinderung von
Angsträumen und Sozialarbeit durch Streetworker.


„Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien vor?“

 

Nur wo ich gesetzlich gezwungen bin, werde ich mit er NPD zusammenarbeiten, jeden
persönlichen Kontakt zu diesen Herren werde ich meiden. Ich bin jetzt der Kandidat der SPD - aber hoffentlich künftig gewählter Oberbürgermeister aller Neumünsteranerinnen und Neumünsteraner. Deshalb werde ich alle Parteien gleichberechtigt behandeln.


„Wie wollen Sie als Oberbürgermeister den Sport in der Stadt mit konkreten Maßnahmen unterstützen?“


Der gültige "Sport-Spar-Plan" muss durch einen Sportentwicklungsplanung abgelöst werden. Ich werde die Sportvereine auch weiterhin fördern, aber wir müssen sie auch dabei unterstützen sich um Fördergelder aus Land, Bund und EU zu bewerben. Ich freue mich, dass ich den TS Einfeld schon als Kandidat dabei unterstützen konnte.
Sport findet aber nicht nur in Vereinen statt: Deshalb müssen "Bewegungsflächen" und Bolzplätze gerade in den Stadtteilen weiter vorhanden sein. Der Stadtwald soll unser
olympischer Leuchtturm werden. Und ich werde wieder boxen.

 

Memet Celik

„Was sind Ihre wichtigsten Ziele?
Weshalb sollten gerade Sie Bürgermeister*in werden?“

Bürgernähe, Chancengleichheit, Leben in Neumünster, Umwelt und Tierschutz, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Sauberkeit
Das sind meine Themen für meine erste Amtszeit.
Als echter(!) parteiloser Kandidat bin ich unabhängig und frei von Verpflichtungen
gegenüber einer Partei o.ä., ich bin für ganz Neumünster da. Meinen Wahlkampf bezahle ich nur aus eigener tasche ohne irgendwelche Spenden
das kann keiner meiner Mitbewerber von sich behaupten.

 

„Was ist Ihr Ziel für Neumünster? In drei Schlagwörtern.
Nennen Sie einen Punkt, der schon viel zu lange aufgeschoben wird und mit Ihnen vorangebracht werden soll.“

 

überparteilich , unabhängig und für alle da


Das Sterben der Innenstadt wurde seit Jahren hingenommen, das muss enden,  mehr 

Lebensqualität für alle.

„Wie wollen Sie NMS ansprechender machen, da Neumünster angeblich in den Top 5 der hässlichsten Städte ist?“

 

 ANGEBLICH!! Ich bin ganz anderer Meinung. Unsere Stadt bietet ganz vieles was für ein 

perfektes Leben benötigt wird.
Häuser können mit Farbe hübsch gemacht werden, die Straßen vom Müll befreit und sauber werden, der Teich vom Gestank befreit werden.
Die Liste mit den möglichen Maßnahmen ist lang. Vor allen Dingen will ich es schaffen, dass die Menschen hier auf Ihre Stadt wieder stolz sein können. Begriffe wie Neufinster o.ä. sollten der Vergangenheit angehören, denn das hier ist unsere Stadt! Damit andere positiv über unsere Stadt denken, müssen wir selber damit anfangen
und unsere Stadt lieben und pflegen. weiter bei Frage 4

„Meine Frage wäre, ob es ein Konzept gibt, um die Stadt wieder etwas beliebter zu machen? In der Innenstadt gibt es kaum Läden wo man vernünftig einkaufen kann und gerne einkaufen möchte. Ich finde die Stadt sieht nicht so schön aus und hat wenig an Angebotsvielfalt. Auch in der Holsten-Galerie ziehen viele Läden aus und es kommen ,,Billig-Läden", welche ihre Produkte verkaufen wollen. Die Angebote werden immer weniger attraktiv und ich shoppe dann lieber im Internet. Ich würde mich sehr freuen,
wenn man dieses Thema aufgreifen könnte und dort eventuell eine gute Lösung finden würde. Mit Freundlichen Grüßen Hanna.“

Das Sterben von Innenstädten ist ein bundesweites, wenn nicht gar ein globales Problem. Der Onlinehandel dominiert den Markt, mit einem Klick wird die Ware nach Hause geliefert...so wie Du/Sie denken auch viele andere Menschen und bestellen im Netz und schwächen damit den lokalen Handel. Einkaufen muss zum Erlebnis werden, einen Unterschied zum Onlineangebot zu bieten. Die Innenstadt muss ein Ort werden, wo nicht

nur zum Einkaufen hingegangen wird, sondern weil sie ein Magneten für jung und alt ist. Ich habe die Idee von der größten Schaubühne in Schleswig-Holstein, mit der wir auch Menschen aus der Ferne anziehen werden. Künstler*innen Handwerker*innen uvm. bekommen eine einzigartige Gelegenheit sich zu präsentieren und das wird die ganze Stadt attraktiver machen.

 

„Wie kann man das Schulmanagement in Neumünster verbessern? Im Hinblick auf die Digitalisierung, weil es auch Ungleichheiten zwischen den Schulen gibt, und es oft nicht nur am Geld sondern an der Umsetzung liegt.“

Gerade beim Thema Homeschooling habe ich die Unterschiede selbst gesehen und hautnah miterleben müssen. Die Schulen müssen sich auf einheitliche Wege einigen, um so auch die Schüler*innen nicht zusätzlich zu belasten. nur als Beispiel 4 Lehrer und 4 unterschiedliche Wege online Hausaufgaben aufzugeben.

Die Schüler*innen sollten stärker eingebunden werden in die Prozesse, um gemeinsam die Lösungen zu 

entwickeln. So macht das Lernen umso mehr Spaß. Für die Umsetzung müssen nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrkräfte auf die Schulbank.

„Was halten sie von kostenlosem gesunden Mittagessen für alle
Schüler*innen?“

 

Als Vater von 2 schulpflichtigen Kindern würde ich mich persönlich sehr über solch ein Angebot freuen.

.


„Wie soll in Zukunft die Infrastruktur der Stadt aussehen? Wie soll es mit den Radwegen weiter gehen?“

 Als OB werde ich erst eine Bestandsaufnahme durchführen, denn die bestehenden Wege 

müssen verkehrssicher sein.
Der Ausbau der Radwege wird konsequent weiter verfolgt, damit Neumünster nicht nur dem Namen nach "Fahrradstadt" ist.
Zum erreichen der Klimaziele wird ein Modal Split erforderlich, bei dem auch stärker Fahrrad und ÖPNV genutzt werden.


„Was haben sie geplant zu den Themen Nachhaltigkeit und Umwelt?“


Altlastenbeseitigung, Vermeidung von Umweltgiften. nicht nur die Gemeinde sondern auch Land und Bund müssen in die Pflicht genommen werden. Der Bund hat eine Verantwortung. Mit Stadtwerken die vollständig in städtischer Hand verbleiben sind die Hebel zum erreichen der Klimaziele größer.
Durch Anreize für Bürger*innen kann zusätzliches Einsparpotenzial geschöpft werden. z.B. energetische Modernisierung


„Worauf dürfen sich Jugendliche freuen, wenn Sie Oberbürgermeister werden?“

 

Aktive Teilnahme an Entscheidungsprozessen, Gespräche auf Augenhöhe und ein OB, der regelmäßig seine Türen speziell für die Jugend offenhält. Keine Sprüche aus Parteiprogrammen, sondern ein Mensch wie Du und ja ich, dem es um alle Bürger*innen
in Neumünster geht.


„Werden Sie die Kinder und Jugendlichen hören?
Wie werden Sie auf die Fridays for Future Demos und Forderungen
reagieren?“

 

Ich höre die Kinder und Jugendlichen bereits jetzt und ich finde die Forderungen auch gerechtfertigt. Die Erde braucht uns nicht zum Leben, wir aber die Erde. Mit der Umsetzung der Klimaziele 2035 werde ich als OB diesen Forderungen bestmöglich nachkommen. Statt zu demonstrieren biete ich den Vertreter*innen an mit mir und evtl wechselnden Menschen aus Wirtschaft und Politik an Lösungen für Neumünster zu arbeiten. Gerne auch freitags nach der Schule.


„Was ist Ihre persönliche Meinung bezüglich der Cannabislegalisierung?“


Ich kenne viele Drogenabhängige und was die Sucht aus diesen Menschen macht ist für mich sehr traurig.Ich möchte, dass diese Menschen bestmöglich Hilfe bekommen. Die Frage nach der Legalisierung überlasse ich Spezialisten. Als Heilmittel ist es bereits legalisiert und das finde ich sehr gut.  Als Familienvater wünsche ich mir bei einer Legalisierung einen echten Schutz von Minderjährigen.


„Welche Wege sehen Sie, zusätzlich zur Hochschulanbindung, um gut
gebildete Menschen mit Zukunftsplänen in die Stadt zu locken oder sie hier zu halten?“


Eine attraktive Stadt sollte nicht nur gut bezahlte Arbeitsplätze bieten, sondern auch ein soziales und kulturelles Leben für diese Menschen. Hier ist die Stadt als ganzes gefordert, für alle Menschen eine echte Heimat zu werden.


"Wie wirst du dich für mehr Gleichberechtigung einsetzen? Insbesondere bei den Themen Feminismus, gesellschaftliche Teilhabe und Vielfalt.“


Jeder Mensch ist gleich für mich, unabhängig von Abstammung, Religion, Geschlecht, sexuelle Ausrichtung oder welche Vorwände gesucht werden um Menschen anders zu behandeln.
Überall wo es Verbesserungsbedarf gibt werde ich mich für die Gleichbehandlung einsetzen. Als Oberbürgermeister natürlich dort, wo ich selbst direkten Einfluss nehmen kann, wie z.B. bei den Bewerbungsverfahren.


Welche Maßnahmen planen Sie, um die Kriminalität in unserer Stadt zu bekämpfen, die große Teile der Innenstadt nachts zu No-Go-Areas verwandelt hat?“

Die Polizei und Ordnungsamt sollten eine Präsenz in der Innenstadt erhalten um dadurch den Bürger*innen ein besseres Sicherheitsgefühl und eine Anlaufstelle im Bedarfsfall zu bieten. 

Die Arbeit der Streetworker muss auf den Erfolg hin ausgebaut oder angepasst werden.


„Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien vor?“

 

Sehr gut! Als überparteilicher Kandidat bin ich der einzige Kandidat, der ohne Parteiinterssen agieren und im Interesse aller Bürger*innen das bestmögliche Ergebnis erzielen kann. Parteigebundene werden von den entsprechend anderen Parteien stets mit Misstrauen behandelt werden.


„Wie wollen Sie als Oberbürgermeister den Sport in der Stadt mit konkreten Maßnahmen unterstützen?“


Schwimmen muss auf dem Stundenplan einen festen Platz haben, damit möglichst alle schwimmen lernen.
Gemeinsam mit den Vereinen,Verbänden und Schulen können Wettbewerbe diverse Sportarten initiiert werden und zur festen Ereignissen etabliert werden. Ausgesuchte Spielplätze können durch Outdoor Sportgeräte u.ä. weiter ausgestattet werden. Sport muss in der Breite gefördert werden, so dass möglichst viele Menschen aktiv werden. Insbesondere diejenigen, die keinen guten Zugang zu den Angeboten haben.

 

Sven Radestock

„Was sind Ihre wichtigsten Ziele?
Weshalb sollten gerade Sie Bürgermeister*in werden?“

Ich möchte NMS lebens- und liebenswert machen. Dafür habe ich mir fünf große Ziele gesetzt:
 

1. Wer in NMS wohnt, lebt und/oder arbeitet, soll sich hier auch wohlfühlen
können. In der Innenstadt genauso wie in den Stadtteilen.
2. Unsere Wirtschaft muss klimafreundlich aufgestellt werden und faire
Arbeitsplätze bieten, von denen die Beschäftigten auch leben können.
3. Wir müssen unser Ziel, klimaneutral bis 2035 zu werden, unbedingt
erreichen. Dazu gehört vor allem auch, die Mobilität in unserer Stadt
umzubauen.
4. Unser Zusammenleben in NMS soll besser werden - das heißt: an Bildung,
Wohnen und Kultur nicht sparen, den sozialen Zusammenhalt stärken und
mehr Möglichkeiten schaffen, sich politisch zu beteiligen.
5. Abläufe im Rathaus müssen einfacher, so unbürokratisch wie möglich
gestaltet werden.

 

Warum gerade ich? Weil ich auch bisher schon nicht nur rede, sondern auch
mache. Mit Herz und Kopf.

 

 

„Was ist Ihr Ziel für Neumünster? In drei Schlagwörtern.
Nennen Sie einen Punkt, der schon viel zu lange aufgeschoben wird und mit Ihnen vorangebracht werden soll.“

 

Moderne Mobilität ist der Punkt, der viel zu lange schon nur diskutiert, aber nicht umgesetzt wird: NMS ist ein Auto-Stadt - wir brauchen bessere Wege für Radfahrende und einen Busverkehr, der funktioniert und weniger (irgendwann sogar gar nichts) kostet.

„Wie wollen Sie NMS ansprechender machen, da Neumünster angeblich in den Top 5 der hässlichsten Städte ist?“

Ein solcher „Titel“ wird oftmals gerade von denen verliehen, die unsere Stadt gar nicht wirklich kennen. Wer sich ein bisschen mehr und unvoreingenommen bei uns umsieht, erkennt, welch schöne - vor allem auch grüne - Ecken Neumünster hat.
Natürlich müssen wir vieles sauberer, ordentlicher machen. Das beginnt an den Müllcontainern, deren Umfeld immer wieder verdreckt, geht aber in vielen Schmuddelecken weiter - bis hin zu Sitzbänken, die verschmutzt oder Schildern, Brunnen u.ä. die einfach vernachlässigt werden. Was wir haben, muss auch gut aussehen und funktionieren.
Wir müssen also - auch mit den Mitarbeitenden des Technischen Betriebszentrums - erstmal „Großreinemachen“. Und dann nicht zuletzt auch gegenseitig mehr auf unsere Stadt aufpassen, uns selbst mehr verantwortlich fühlen - denn wenn erstmal irgendwo Müll liegt oder eine Scheibe eingeschlagen ist, dann folgen weiterer Müll und weitere Scheiben.

„Meine Frage wäre, ob es ein Konzept gibt, um die Stadt wieder etwas beliebter zu machen? In der Innenstadt gibt es kaum Läden wo man vernünftig einkaufen kann und gerne einkaufen möchte. Ich finde die Stadt sieht nicht so schön aus und hat wenig an Angebotsvielfalt. Auch in der Holsten-Galerie ziehen viele Läden aus und es kommen ,,Billig-Läden", welche ihre Produkte verkaufen wollen. Die Angebote werden immer weniger attraktiv und ich shoppe dann lieber im Internet. Ich würde mich sehr freuen,
wenn man dieses Thema aufgreifen könnte und dort eventuell eine gute Lösung finden würde. Mit Freundlichen Grüßen Hanna.“

Wenn wir etwas Bestimmtes suchen, wird das Internet immer besser und bequemer sein als die Innenstadt. Oft sogar billiger.
Also müssen wir gucken: Was kann die Innenstadt bieten, was das Internet nicht kann? Dazu gehören - was die Geschäfte betrifft - Auswahl und Beratungsmöglichkeiten, persönliche Kontakte. Im Idealfall auch Verknüpfungen zum Internetgeschäft, wie es z.B. bei Buchhandlungen sehr gut funktioniert. Dazu gehört aber auch, Möglichkeiten zu schaffen, an denen wir uns begegnen - verabredet oder auch nur zufällig. Dazu gehören Cafés, Bars, Restaurants, aber auch Orte, die nichts kosten, an denen wir kein Geld ausgeben müssen. Und natürlich Veranstaltungen, kulturelle Angebote.
Um all das umsetzen, will ich alle Beteiligten zusammenführen. Und das ist eben nicht nur die Geschäftswelt - das sind auch Menschen, die in der Stadt wohnen, die gern dort hingehen, die etwas auf die Beine stellen wollen - oder eben auch Jugendliche, für die unsere Innenstadt derzeit wenig attraktiv ist.

„Wie kann man das Schulmanagement in Neumünster verbessern? Im Hinblick auf die Digitalisierung, weil es auch Ungleichheiten zwischen den Schulen gibt, und es oft nicht nur am Geld sondern an der Umsetzung liegt.“

Das Homeschooling hat gezeigt, wie unterschiedlich wir leider ausgestattet sind.
Ich halte die Konferenz, wie sie der Kinder- und Jugendbeirat angestoßen hat, für einen wichtigen Schritt, um Unterscheide zu benennen und mit allen Beteiligten zu gucken, wie wir die Situation verbessern können. Natürlich liegt viel auch am persönlichen Engagement der Lehrkräfte, aber ich glaube, hier hat sich im zurückliegenden Jahr doch einiges getan.

„Was halten sie von kostenlosem gesunden Mittagessen für alle
Schüler*innen?“

 

Gesundes Mittagessen halte ich für sehr wichtig, im Idealfall auch von regionalen Anbietern. Hier müssen wir meiner Meinung nach noch genauer hinsehen, wenn es darum geht, wer die Mensen an unseren Schulen betreibt.
Ich bin mir aber nicht sicher, dass solches Essen ganz kostenlos angeboten werden sollte. Oftmals ist doch leider so, dass das, was kostenlos ist, nur wenig wertgeschätzt wird. Das wäre gerade bei wertvollen Lebensmitteln falsch.
Wichtig wäre vielmehr, dass niemand aus Geldgründen auf das Essen verzichten muss.

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„Wie soll in Zukunft die Infrastruktur der Stadt aussehen? Wie soll es mit den Radwegen weiter gehen?“

 Wir brauchen gute und sichere Wege für alle, die mit dem Rad unterwegs sind. Das betrifft nicht nur die klassischen Radwege - die sind in NMS ohnehin meist in einem schlechten Zustand, noch dazu meistens viel zu schmal.
Wir müssen den Raum, der zur Verfügung steht, neu aufteilen - und das heißt:
auch die Straßen! Rad und auch Bus müssen attraktiver werden, damit das Auto häufiger stehengelassen wird. Und dazu müssen wir die Elektromobilität auch in unserer Stadt fördern - wenn schon Auto, dann ohne Auspuff. Wenn wir gute und sichere Wege für Radfahrende haben, einen Busverkehr, der günstig und attraktiv ist - dann profitiert nicht nur die Umwelt, dann profitieren wir alle davon.


„Was haben sie geplant zu den Themen Nachhaltigkeit und Umwelt?“


Die moderne Mobilität hab ich schon genannt.
Auch die Wirtschaft möchte ich nochmal erwähnen: Ein Weiter-so darf es nicht geben - wir brauchen nicht nur ein wirtschaftsfreundliches Klima, sondern vor allem eine klimafreundliche Wirtschaft. Mit weniger Flächen- und Ressourcenverbrauch, weniger Bodenversiegelung. Wir müssen unseren Weg, fair auf einwandfreie Lieferketten zu achten und zu bestehen, weiter ausbauen. Müssen die Energiewende vorantreiben - also sparsamer, effizienter im Verbrauch sein und alle Möglichkeiten nutzen, selbst Solarstrom zu produzieren.
Und wir müssen das, was wir an Natur haben, ausbauen und besser schützen. Dass Menschen und Firmen, die rücksichtslos Bäume und Knicks abholzen, auch wirklich spürbar bestraft werden.


„Worauf dürfen sich Jugendliche freuen, wenn Sie Oberbürgermeister werden?“

 

Vor allem wohl darauf, dass da einer ist, der Euch zuhört. Dessen Tür offen steht, und der jede Möglichkeit nutzen wird, Euch als „Expert*innen in eigener Sache“ zu beteiligen. Und der von seinen eigenen Kindern (16 und 19 Jahre alt) regelmäßig gesagt bekommt, wenn er zu altmodisch denkt.
 


„Werden Sie die Kinder und Jugendlichen hören?
Wie werden Sie auf die Fridays for Future Demos und Forderungen
reagieren?“

 

Ich werde - wie bisher auch - immer wieder versuchen, an den Sitzungen des Kinder- und Jugendbeirats teilzunehmen, so weit der Beirat das will. Außerdem gilt mein Angebot, ansprechbar zu sein.
Die Friday-for-future-Forderungen nehme ich sehr ernst. Klimaschutz ist für mich - wie für die Partei, die mich ins Rennen geschickt hat - kein schickes Modewort. Ich habe in der Ratsversammlung immer wieder darauf gedrängt, dass wir aktiver werden (z.B. der Klimanotstand, den ich beantragt habe, und auch das 2035-Ziel). Wenn es dort leider auch noch sehr bremsende Mehrheiten gibt, so hätte ich doch die Möglichkeit, als Oberbürgermeister andere, wichtigere Schwerpunkte zu setzen als der Noch-Amtsinhaber.


„Was ist Ihre persönliche Meinung bezüglich der Cannabislegalisierung?“


Ich bin da unentschlossen. Und ich habe schon viel darüber diskutiert, gerade mit meinen Kindern. Dieses Thema eignet sich nicht für eine kurze Antwort - lasst uns darüber lieber mal ausführlich diskutieren, vielleicht mag ich ich am Ende dann auch festlegen.
 

„Welche Wege sehen Sie, zusätzlich zur Hochschulanbindung, um gut
gebildete Menschen mit Zukunftsplänen in die Stadt zu locken oder sie hier zu halten?“

 

Wir müssen z.B. gute Möglichkeiten für Start Ups bieten, besonders auch für weiblich geführte Start Ups. Das heißt, Beratung, Vernetzung und günstige Büromieten (was wir z.T. auch bereits haben mit unserer Wirtschaftsagentur und dem Log-In). Wir müssen Arbeitsplätze bieten, die attraktiv sind - sowohl von den Arbeitsbedingungen her, als auch von der Bezahlung. Wir brauchen attraktive Wohnungen und Wohnumfelder - dass jede*r das findet, was er/sie braucht. Und wir brauchen vor allem auch ein gutes Freizeitangebot - was wiederum von Sportvereinen bis zu zu kulturellen Angeboten oder einfach nur coolen Kneipen reicht.


"Wie wirst du dich für mehr Gleichberechtigung einsetzen? Insbesondere bei den Themen Feminismus, gesellschaftliche Teilhabe und Vielfalt.“


Gerade in der Stadtverwaltung müssen wir da mit gutem Beispiel vorangehen. Es gibt hier keinen Raum für die Benachteiligung von Menschen wegen ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Herkunft, ihrer Religion oder wegen ihrer Behinderung. Ich werde dafür das regelmäßige Gespräch mit den Betroffenen suchen. Neumünster muss für mich vielfältig sein, deshalb will ich auch das Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus und die vielen weiteren Formen der Menschenfeindlichkeit stärken. Dass ich da auf einem ganz guten Weg bin, zeigen mir die Nazi-Plakate „Kein grünes Rathaus“ :-)
 


Welche Maßnahmen planen Sie, um die Kriminalität in unserer Stadt zu bekämpfen, die große Teile der Innenstadt nachts zu No-Go-Areas verwandelt hat?“

Die Streetworker*innen haben gerade mit ihrer Arbeit begonnen, ich bin zuversichtlich, dass dies schon einmal die Lage entspannen wird. Kriminalitätsbekämpfung ist und bleibt Aufgabe der Polizei, ich werde da auch weiterhin einen direkten Austausch pflegen.
Ich halte nichts davon, von No-Go-Areas zu sprechen und damit weitere Ängste zu schüren. Es macht für mich einen Unterschied, ob sich zum Beispiel im Rencks Park Menschen mit anderer Lebensweise als ich aufhalten oder ob sie auch Menschen bedrohen. Letzteres geht nicht, ersteres gehört für mich zu einem bunten Stadtleben dazu.
Auch dies ist eine Frage, die ich schlecht kurz schriftlich beantworten kann -
deshalb meine Einladung: Lasst uns hierüber gern gesondert diskutieren.


„Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien vor?“

 

Ich bin zwar von den Grünen ins Rennen geschickt worden, ich bin aber ein Oberbürgermeister für alle Menschen in NMS, und damit auch für alle demokratischen Parteien. Im Stadtteilbeirat zeigen wir doch, wie es gehen sollte:
Ein gemeinsames Ziel vor Augen, dann diskutieren wir und finden eine einvernehmliche Lösung. Welcher Partei ich angehöre, ist dann für meine persönliche Grundeinstellung ausschlaggebend, es spielt aber dann, wenn eine Mehrheit gefunden wird, nur eine untergeordnete Rolle.
In der Ratsversammlung halte ich es ähnlich, hier ist die Kompromissbereitschaft jedoch leider nicht bei allen anderen Fraktionen so ausgeprägt. Ich hoffe, dass ich als OB daran etwas ändern kann, weil ich ja selbst erlebe, wie mühsam und meist unnötig Parteiengezänk doch sein kann.


„Wie wollen Sie als Oberbürgermeister den Sport in der Stadt mit konkreten Maßnahmen unterstützen?“


Wir müssen auch hier zusehen, dass wir die Beschlüsse zur Sportentwicklung von der Parteipolitik lösen. Unser Sport in NMS leistet viel Wertvolles, das wissen wir alle, ob es nun um Integration, Inklusion oder auch einfach nur um friedliches soziales Zusammenleben geht, oder auch um Leistungssport.
Ich möchte nicht nur den Vereinssport, sondern auch die Lust auf Sport im Allgemeinen fördern. Wenn ich sehe, wie viele Menschen in Pandemiezeiten das Laufen oder auch das Radfahren für sich entdeckt haben, so macht mir das Mut. Sicher wird es auch hier helfen, wenn ich bürokratische Barrieren beseitige, damit wir mehr Angebote hierfür schaffen.
Was den Bau neuer Sportstätten betrifft, da habe ich noch immer nicht ganz verstanden, wieso andere Städte es schaffen, gleich mehrere Standard-Hallen zu bauen, während wir nicht einmal eine zügig hinbekommen. Hier werde ich nachhaken, sobald mir das als Oberbürgermeister möglich ist.